Lutino

Nur feine (kleinste) Melanophoren vorhanden, am Schuppenrand gar nicht vorhanden, Weinrote Augen nur im bestimmten Lichteinfallswinkel.

Lutinos kamen um das Jahr 1993 aus Japan nach Europa.

Geschichte:

Aus der amerikanischen Literatur war zu entnehmen, dass in den USA auch eine albinotische Guppyform aufgetaucht war. Sie ist gekennzeichnet durch das Fehlen der Augenpigmente, so dass die Augen nicht schwarz aussehen, sondern bei Lichteinfall rot aufleuchten. Sonst ähnelt sie dem Goldguppy. Gordon berichtet, dass die ersten vereinzelten Guppys im Jahre 1940 bei ihm aufgetreten seien, und zwar in einem grauen Superbastamm, dessen Elterntiere ihm Dr. Abbs überlassen hatte. Dr. Schmidt berichtete im Rundbrief der DGG Nr. 3/1956: Albinotische Guppys traten zuerst in Amerika auf (eine Mutation), und ich glaube, dass diese Tiere wegen ihrer auffallend goldenen Farbe viele Anhänger finden werden.' (Kotsch, Guppybrief)

Michaelm Kempkes schlug vor, die bisher als Albinos bezeichneten Zuchtformen auch weiterhin so zu benennen und die Wine-red-eye-Guppys als Lutinos zu bezeichnen. (Von Albinos und Lutinos, 90 DGLZ 00, Heft 4/98)

Hans Großmann vertritt im Guppybrief 2/2002 die Ansicht, dass nur dem dreifach rezessiven aabbrr-Guppy die Bezeichnung Albino zusteht. Der aa-Guppy und alle anderen Kreuzungstypen seien lediglich "Inos".

Lutinos kamen um das Jahr 1993 aus Japan nach Europa.

Ömer Gülmez und Claus Osche fanden durch Testkreuzungen heraus, dass es sich bei den Fischen nicht um Albinos handelte. Der Name Lutino wurde von Michael Kempkes vorgeschlagen. Bis dahin wurde der Name allein von den Vogelzüchtern benutzt (Lutino- und Falb-Wellensittich).

 

Merkmale:
Lutinos sind dunkler (gelb) gefärbt als Albinos oder Blonde. Sie besitzen vor allem in den Augenpartien mehr Melanophoren, so dass die Augen fast schwarz erscheinen. Seitlich betrachtet erscheinen sie allerdings dunkelrot. Im obigen Bild hat der Fotoblitz die Augen hellrot gefärbt.

Lutinos sind besonders (wie auch Albinos und Blonde) für rote Deckfarben geeignet.

 

Genetik:
Lutino ist eine rezessive Grundfarbe. Der gemeinsame Nenner der rezessiven Grundfarben besteht darin, dass in ihrem Farbsyntheseweg eine Änderung eingetreten ist (oft als Mangelmutation bezeichnet).

Das/die Lutino Gen/e werden mit ll bezeichnet.

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